Influenza A (H7N9) – wie gefährlich ist ein neuer Vogelgrippe-Virus?

 

 

 

 

 

In den Medien wird seit einigen Tagen (1. Aprilwoche 2013) über Infektionen und sogar Todesfälle im Zusammenhang mit einem neuen Influenzavirus berichtet. Nach bisherigen Informationen wurden diese Infektionen nur in der Region Shanghai in China beobachtet. Offenbar handelt es sich um einen Vogelgrippetyp, der von Tauben auf Hühner und möglicherweise über Hühner auch auf Menschen übertragen werden kann, jedenfalls versuchen die chinesischen Behörden durch Keulen von Hühnern einer Epidemie (die noch nicht eingetreten ist) vorzubeugen. Es wäre, sofern sich der Übertragungsweg bestätigt, zum ersten Mal, dass der Influenzavirus artüberspringend auch den Menschen infiziert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtet allerdings, dass es derzeit keine Anzeichen für eine Mensch-zu-Mensch Übertragung gäbe.

 

Ein spezifisches Grippeserum gegen H7N9 existiert noch nicht und es könnte Monate dauern, bis ein solches auf den Markt käme, allerdings deuten erste Versuche der WHO darauf hin, dass die Erreger auf Neuramidase-Hemmer ansprechen und sich die Erkrankung daher möglicherweise durch die bewährten Grippemittel Tamiflu (Roche) und Relenza (GlaxoKlineSmith) behandeln lässt.

 

Grund zur Beunruhigung gibt es derzeit noch nicht, auch wenn die Aktien chinesischer Luftlinien (aber auch der Lufthansa) bereits deutliche Verluste erlitten.

 

In den USA wird bereits an der Herstellung eines Impfstoffes gegen H7N9 gearbeitet.

 

(AR)

(6.4.2013)

 

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Quelle u.a.: 2013 Reports aus der englischen Wikipediafassung: http://en.wikipedia.org/wiki/Influenza_A_virus_subtype_H7N9

 

 

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© Dr. Alfred Rhomberg