Meningeome – miRNA 145

 

 

 

MicroRNA 145 – ein interessanter Ansatz zur Behandlung von Meningeomen

 

Meningeome sind meist gutartige Hirntumoren, es gibt jedoch auch bösartige Formen die in wichtige Hirnareale einwachsen bzw. nach der Operation nicht vollständig entfernt werden können.

 

Prof. Dr. Christian Mawrin und sein Team der Neuropathologie am Universitätsklinikum Magdeburg untersuchen die Rolle der miRNA-145 in einem aktuellen Forschungsprojekt, da die bösartige Form von Meningeomen möglicherweise durch dieses miRNA unterdrückt werden könnte und berichten über erste Erfolge.

 

Anm.: MicroRNAs (miRNAs) sind kleine Nukleinsäure-Moleküle, die als Regulatoren für die Bildung bestimmter zellulärer Eiweiße dienen. Jede miRNA ist für die Bildung einer bestimmten Serie von Eiweißen verantwortlich. In den Genen sind entsprechende Andockstellen für die jeweilige miRNA vorhanden. MiRNA 145 hemmt nicht nur das Tumorwachstum sondern auch Zellinvasionen und Metastasen.

 

Derzeit ist noch nicht bekannt, warum manche miRNA’s krebsauslösend sind, andere dagegen als Krebsinhibitoren wirken, daher sind weitere Studien erforderlich. Das obengenannte Forscherteam hat Hinweise, dass ein Fehlen von miRNA-145 die erhöhte Aggressivität bösartiger Meningeome verursacht. Sollten weitere Studien dies beweisen, wäre miRNA 145 ein wichtiger Ansatz zur Entwicklung neuer Therapien.

 

Quellen zum Thema: http://cancerres.aacrjournals.org/content/70/1/378.short,

 

siehe auch Cancer Res; 70(1); 378–87

 

(AR)

 

(18.11.2012)

 

Pharmaka sind Wirkstoffe für therapeutische oder diagnostische Zwecke, allerdings gilt der von Paracelsus (1493-1541) geprägte Satz:

 

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei“.

 

Paracelsus machte sich bei seinen Vorlesungen in Basel oft unbeliebt weil er sie 1). auf deutsch hielt und 2). die vorherrschende Meinung der Humoralpathologie des Galen oft als Bücherweisheit medizinischer Gelehrter kritisierte.

 

 

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© Dr. Alfred Rhomberg