Keytruda®, Pembrolizumab - Zulassung für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Melanom und neueste Studienergebnisse

Keytruda® (Pembrolizumab hat die FDA-Zulassung zur Behandlung für die Behandlung von Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom erhalten(1) Über Pembrolizumab wurde in diesem Magazin bereits vor der Zulassung berichtet (siehe: Pembrolizumab). Die Firma MSD (Merck Sharp & Dohme) hatte bereits am 8. September 2014 über eine beschleunigte Zulassung von Keytruda® nach Vorbehandlung mit Ipilimumab (siehe dieses Magazin), und einem BRAF-Inhibitor bei Vorliegen einer BRAF-V600-Mutation berichtet.

 

Anm.: Inhibitor des Onkogens B-Raf, einer Serin/Threonin-Kinase

 

Bei Keytruda® (Pembrolizumab) handelt es sich um einen humanisierten monoklonalen Antikörper, der die Interaktion zwischen PD-1 und dessen Liganden PD-L1 und PD-L2 blockiert und die körpereigene anti-Tumor Immunantwort reaktiviert.

 

Inzwischen hat Keytruda® eine beendete klinische Studie gegen fortgeschrittenen Hautkrebs auch in einem Vergleich mit dem Mittel Yervoy® (Ipilimumab) von Bristol-Myers Squibb (BMS) offenbar bessere Überlebensquoten ergeben(2)(3).

 

(s.a.: “KEYTRUDA Demonstrated Superior Overall Survival and Progression-Free Survival Compared to Ipilimumab Tuesday, March 24, 2015 8:30 am EDT”) (4).

 

(AR)

(30.3.2015)

 

Quellen:

 

(1) http://www.oncotrends.de/merck-co-erhaelt-us-zulassung-fuer-keytruda-pembrolizumab-422604

 

(2) http://www.uptodate.com/contents/immunotherapy-of-advanced-melanoma-with-immune-checkpoint-inhibition

 

(3) http://www.cancerresearch.org/news-publications/our-blog/march-2015/merck-pd-1-drug-keytruda-outperforms-bristol-myers-squibb-ipilimumab-yervoy-for-melanoma-treatment

 

(4) http://www.mercknewsroom.com/news-release/oncology-newsroom/mercks-pivotal-keynote-006-study-first-line-treatment-advanced-melano

 

 

Pharmaka sind Wirkstoffe für therapeutische oder diagnostische Zwecke, allerdings gilt der von Paracelsus (1493-1541) geprägte Satz:

 

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei“.

 

Paracelsus machte sich bei seinen Vorlesungen in Basel oft unbeliebt weil er sie 1). auf deutsch hielt und 2). die vorherrschende Meinung der Humoralpathologie des Galen oft als Bücherweisheit medizinischer Gelehrter kritisierte.

 

 

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© Dr. Alfred Rhomberg